tauschen statt kaufen …

… teilen statt aneignen. Tauschen und teilen macht das Reduzieren von Gegenständen, ein übersichliches Zuhause und ‚Weniger ist mehr‘ so unglaublich viel einfacher. Natürlich, wenn ich mir den Stubenwagen von einer befreundeten Bekannten, Bücher von den Eltern oder eine Kamera vom Schwiegervater ausleihe, muss ich den Überblick behalten. Denn dann gibt es da noch die Bücher für SozialMedizin, die ich einem Kumpel ausgeliehen habe, oder die DVD, die an eine Freundin ging oder der DampfSterilisator fürs Baby an die Nachbarin… Continue reading

reduziert essen – von Schweinereien und Fußabdrücken

Wer jetzt denkt, er findet hier einen neuen Diätplan und eine neue Methode, das Schlankheitsideal unserer Gesellschaft zu erfüllen, den muss ich enttäuschen. Ich bin ein Mensch, der sehr gerne isst. Wer mich kennt, weiß, dass ich besonders um Torten, Kekse und Kuchen niemals einen Bogen machen würde.

Es geht mir nicht darum, unbedingt weniger zu essen, sondern vor allem bewusster zu essen, mit offenen Augen zu essen. Wo kommt das Essen her, das ich täglich auf dem Tisch habe? Unter welchen Bedingungen wird heutzutage produziert? Die Bauernhofidylle mit glücklichen Hühnern und freilaufenden Schweinen Continue reading

IT-Schreibtisch und Pocket Beamer

Als Webentwickler ist die t3n eine meiner ersten Anlaufstellen wenn es um News und Wissenswertes das Web betreffend geht. Kürzlich gab es hier zwei Artikel, die ich längst mal bloggen wollte.

Artikel 1: IKEA Hacking: Platzsparender IT-Arbeitsplatz für 250 Euro
Gut. 250,- EUR sind natürlich immer noch relativ viel Asche, aber man kann auch sehr viel mehr Geld für gute Schreibtische ausgeben. Günstigere Varianten findet man bestimmt beim wohn-blogger. Günstig und platzsparend sind die Haupt-Argumente vom t3n-Team. Im Artikel findet ihr eine bebilderte Aufbauanleitung. Weitere interessante Schwedenhack-Ideen findet man zum Beispiel bei swedful.de oder auch hier.

Artikel 2: Nerdfutter Spezial: 4 iPhone-Videobeamer
Dieser Artikel hat mich persönlich sehr angesprochen. Von Fernseher und den dazugehörigen Gerätschaften haben wir uns ja schon vor einiger Zeit getrennt. Notebook und Dienste wie bspw. der OnlineTVRecorder sind für unsere Bedürfnisse des TV-Konsums völlig ausreichend. Für iPhone-Benutzer bieten diese netten, kleinen PocketBeamer ein noch platzsparenderes Angebot.

Was meint ihr? Ob das Smartphone eines Tages das alles-andere-ausschließende-Endgerät sein wird? Sowohl für den produktiven Einsatz als auch für den Unterhaltungsbedarf? Ein Trend ist es jedenfalls nicht mehr, der Tatsache schau ich an meinem Arbeitsplatz täglich ins Auge.

Eine gute Woche euch!

Weihnachten unter Reduzierern

Es ist schon komisch. Weihnachten steht vor der Tür, Familie und Freunde erkundigen sich nach Wunschzettel und Geschenken, aber irgendwie ist die Liste noch leer. Oder die Dinge die einem evtl. im Kopf herumschwirren sind Großbaustellen, die sich nicht so leicht im Schuhkarton verpacken und unterm Weihnachtsbaum verstecken lassen.

Eigentlich ist es ein gutes Gefühl wunschlos glücklich zu sein. Ich bin froh und dankbar das behaupten zu können. Wieder einmal lenkt es den Blick aufs Wesentliche und man betrachtet das bevorstehende Fest aus einem anderen, weniger Konsum orientierten Blickwinkel.

Aber die Problematik: Deine Lieben freuen sich darüber, dir etwas schenken zu können und dir beim Auspacken zuzusehen. Und die gleiche Freude möchtest auch du verspüren, wenn du wiederum den dir nahestehenden Menschen ein für sie bestimmtes und speziell ausgewähltes Geschenk in die Hand drückst. Was also wünschen? Und was demnach schenken?

Was wünschen sich Reduzierer? Ein Rudel eierlegende Wollmilchsäue? Und was schenkt man anderen Reduzierern, die selbst eine leere Liste eingereicht haben? Wie sind eure Weihnachtspläne diesbezüglich? Was verschenkt ihr und was schreibt ihr auf euren W-Zettel?

Ich freue mich auf Weihnachten. Zuallererst auf das Fest an sich und die Botschaft die es vermittelt. Dann über das Zusammensein mit Familie und Freunden. Auch über Geschenke, mehr allerdings über das Schenken an sich.

HowTo: Wo werde ich DVDs, Bücher, CDs und andere Sachen los?

Es gibt immer Dinge von denen man sich ungerne trennt. Nichts spricht dagegen sie zu behalten. Oft ist da aber auch viel Zeug, für das wir eigentlich keine oder kaum noch Verwendung haben. Es loszuwerden schafft Platz, stockt die Portokasse unter Umständen sogar etwas auf und verlagert eine DVD oder ein Buch zu einer anderen Person, die sich über die neue Errungenschaft freut.

Hier eine kleine und mit Sicherheit nicht vollständige Auflistung von Online-Diensten, die einem dabei helfen zu entrümpeln:

ebay: Hier geht wirklich alles weg. Für nahezu jeden Gegenstand ist eine Rubrik vorhanden. Derzeit mache ich allerdings weniger gute Erfahrungen mit dem Verkauf von DVD’s bei ebay. Das Angebot ist einfach sehr viel höher als die Nachfrage und so gehen Filme oft nur für einen EURO oder in speziellen Fällen auch gar nicht raus. Mit einem gering angesetzten  Einstiegspreis, kann man die Angebotsgebühren weit unten halten. Die Verkaufsprovision ist teurer als bei manchen Alternativen, aber durchaus immer noch vertretbar.

hitflip: Hitflip ist eine Tauschbörse. Allerdings funktioniert sie nicht wie die umstrittenen Share-Tools über Down- und Uploads im Netz, sondern genauso wie es dem Titel nach erwartet wird. Man bietet ein PC-Spiel, eine DVD, CD oder ein Buch an und legt einen Flippreis fest. Ein Flip entspricht derzeit etwa einem EURO. Möchte jemand das Angebot annehmen, sende ich ihm die Ware zu und die Flips werden meinem Konto gutgeschrieben. Diese Flips kann ich nun nutzen um (fast) bargeldlos andere Dinge zu ‚erflippen‘. Beim erflippen fällt eine geringe Gebühr an, die Hitflip einstreicht. Beim ‚verflippen‘ trage ich als ‚Verkäufer‘ die Portokosten. Das System ist überschaubar, der Kurs allerdings sehr teuer. So kann es bspw. gut sein, dass ich für eine DVD 15 Flips eintauschen muss, den gleichen Artikel bspw. bei ebay aber für 4,- EUR hätte kaufen können.

momox: momox kauft alte Bücher, CD’s, DVD’s, Spiele, Handys und andere Dinge auf. Man gibt den Artikel ein, den man loswerden möchte und momox unterbreitet einem unmittelbar ein Angebot. Eine bestimmte Summe muss erreicht werden, um ein Paket schnüren und es an momox schicken zu können. Bisher haben wir alle Artikel wie von momox angekündigt bezahlt bekommen. Wir sind unzählige Bücher für verhältnismäßig viel Geld über diese Schiene losgeworden. Bücher, von denen wir nie gedacht hätten, dass sie noch jemand kaufen würde und die auch zum Verschenken zu uninteressant gewesen wären.

booklooker: Hier lassen sich aktuelle und gut erhaltene Bücher zu fairen Preisen verkaufen. Die Artikel werden kostenlos eingestellt und bleiben mehrere Monate im System. Erst bei Verkauf fällt eine minimale Provision an. Es gibt auch die Möglichkeit Filme und Tonträger zu verkaufen, hier konnten wir bisher allerdings nur wenige Abnehmer finden.

So, da es schon spät ist, breche ich nach diesen vier großen Online-Optionen mal ab. Ich werde die Liste in den nächsten Wochen ergänzen und auch die Verkaufs-Möglichkeiten fern vom www beleuchten.

Welche Erfahrungen habt ihr mit den Anbietern gemacht? Habt ihr weitere Alternativen? Was sind eure Favoriten? Wir freuen uns über euer Feedback!

Reduziert leben – mit Kindern???

Aufgeregte Mütter schieben sich durch den Drogeriemarkt. Auf dem Kinderwagen türmen sich Biosäfte, Dinkelstangen, Gemüsebrei-Gläschen, ein neues Mützchen (sooo süß), Öko-Premium-Windeln, Pflegebad „Prinzessin“, Bio-Stilltee und Massageöl für die Mama usw. Szenenwechsel. Die Kinderboutique gleicht einem Spielzimmer. Man trifft sich, fachsimpelt über Lauflernschuhe und Biobaumwolle, probiert zwischendurch mal ein neues Jäckchen an (auch sooo süß), die Kinder streiten sich währenddessen um das boutiqueeigene Schaukelpferd. Kinder sind Lifestyle…
Was braucht so ein Kleinkind? Irgendwie nicht viel.

Essen + Trinken: Sobald wie möglich, darf mein Kind das essen, was „die Großen“ essen. Das spart Zeit und Geld. Und das „Habenwollen“ vom Teller der Erwachsenen. Zu ungesund für das Kleine? Dann muss ich vielleicht meine Ernährung etwas anpassen, schadet ja nicht.
Und Trinken? Muss mein Kind das gesamte Nuk-Flaschen-System kennenlernen? Vielleicht kann ich auch die Abkürzung nehmen, von der Brust über den Trinklernbecher zum normalen Trinkbecher. Aber da fehlt mir noch die Praxis.
Babypflege: Auch hier wieder ein unüberschaubares Angebot… Bewährt hat sich einfaches Olivenöl. Für den Popo und auch als Badezusatz. Und wenn es eine Pflegecreme sein soll: Die kann ich gut auch selber benutzen, etwas hochwertigeres als Babypflegeprodukte lässt sich schwer finden – und auf jeden Fall günstiger als sündhaft Teures von Douglas.
Spielzeug: Die Welt entdecken – sowohl drinnen als auch draußen – das ist soooo viel interessanter als teures, pädagogisch hochwertiges Spielzeug. Plastikdosen, Nüsse, alte Zeitungen, eine Plastikflasche mit Perlen gefüllt, bunte Tücher… Und wenn es dann doch mal „richtiges“ Spielzeug sein soll… wie wäre es mit „Spielzeug-Sharing“? Das Spielzeug zu tauschen bringt Abwechslung in das eigene Kinderzimmer und schont den Geldbeutel. Angenehmer Nebeneffekt: Das Kind lernt abzugeben und zu teilen.
Anziehsachen: Auch hier ist weniger mehr. Klar, die Sachen sind ständig schmutzig. Aber das dürfen sie doch auch sein! Lieber ein paar bequeme, robuste Sachen als ein Schrank voll Sonntagskleider – auch wenn sie noch so süüüß sind… Einem Kind ist es – zum Glück – noch sehr egal, wie es rumläuft (oder krabbelt). Und dann geht der Karton Kindersachen, die wieder einmal viel zu schnell zu klein geworden sind, direkt weiter an die Freundin. Kinderklamotten – das ist ein ständiges Geben und Nehmen.

Fazit: Vieles, was der Babymarkt bietet, ist reine Geldmacherei. Ich tue weniger meinem Kind etwas Gutes sondern eher etwas für das Wirtschaftswachstum.

Und sonst? Kinderspielzeug, das überall herumliegt, macht die reduziert eingerichtete Wohnung etwas wohnlicher. Aber: Es gibt hier nicht viele Schränke, die ausgeräumt werden können, keine Blumenerde, die das Kind isst, wenig, das kaputt gehen kann. Das ist sehr entspannend.

(Was mich etwas zum Nachdenken bringt: Oma und Opa leben nicht so reduziert. Und da gibt es sooo viel zu entdecken, zu gucken, auszuräumen. Da wird es meiner Tochter irgendwie nie langweilig…)

EDIT von Manuel:
Ich erhielt die Anfrage ob die Möglichkeit bestünde an dieser Stelle einen E-Book-Ratgeber für frisch gebackene Eltern zu verlinken. Da E-Books ‚weniger‘ sind als ‚echte Bücher‘ und somit auch umwelttechnisch wertvoll, gerne hier der Link: http://www.readup.de/on/babypflege. (Mir wurde versichert, dass das E-Book ohne Anmeldung oder ähnliche Hürden einfach im PDF-Format heruntergeladen werden kann, ohne weitere Verpflichtungen – was auch dauerhaft so bleiben soll.)

Aktuell: Stromverbrauch reduzieren

Stromverbrauch reduzieren

© momo22 / PIXELIO

Jeder verfolgt die Geschehnisse in Japan in den Medien. Da ist es nur eine natürliche Konsequenz, dass erneut Diskussionen über die Atomenergie-Problematik angefacht werden. Ich selbst bin überhaupt kein Befürworter der Atomenergie und würde es am liebsten sehen, wenn der gesamte Energiebedarf über alternative Quellen abgedeckt werden könnte.

Es ist erstaunlich wie sehr das Thema ‚reduziert leben‘ auch hier eine Rolle spielt. Atomkraftwerke werden letztendlich gebaut um unseren Komfort- und Luxusbedarf zu befriedigen, der Bedarf der Politiker deckt hierbei übrigens nur einen geringen Prozentsatz ab. Ich habe den Eindruck, dass wir zu oft vergessen wie viel Macht wir als Verbraucher eigentlich haben. Wir entscheiden, dass Google die Suchmaschine Nr. 1 ist. Wir entscheiden, dass sich auf unseren Straßen extreme Spritschleudern fortbewegen dürfen und wir entscheiden, wie viel Strom wir verbrauchen.

Wir können auf Fernseher, Glühbirnen und PC-Systeme verzichten. Notebooks und Energiesparlampen stellen sehr gute Alternativen dar. Wer aktuell noch gute Tipps zum Strom sparen/reduzieren gebrauchen kann, sollte einfach mal Google (oder eine andere Suchmaschine) bemühen, oder einfach hier nachlesen: stromspartipps!

Wie man bspw. auch ohne Fernseher leben und dennoch fernsehen kann, findet ihr im vorherigen Artikel.